Der berüchtigte Londoner Nebel hatte wenig mit Wasserpartikeln zu tun und mehr mit verschmutzter Luft. Und in den 80er Jahren war Smog auch eines der großen Probleme in deutschen Großstädten und könnte es wieder werden. Verursacher der schlechten Luft sind heute Feinstaubpartikel. Sie werden vor allem von Benzin- und Dieselmotoren ausgestoßen, aber auch von Produktionsanlagen. In Europa hat man bereits mit Fahrverboten reagiert, in den Schwellenländern wird es aber erst jetzt zu einem Problem. Die chinesische Hauptstadt Peking gilt schon lange als undurchschaubar. Aber jetzt ziehen auch die Entwicklungsländer nach. In Bangkok, Saigon, Phnom Penh und Jakarta ist der Warnlevel “Ungesund” fast an der Tagesordnung. In Hongkong fahren Pendler kaum noch ohne eine Atemmaske auf die Arbeit.

Europa noch nicht außer Gefahr

Geht uns die Luft aus? Nach Angaben der europäischen Umweltbehörde ist das Problem der Luftverschmutzung in Europa keineswegs gelöst. In einem Bericht heißt es: „Große Teile der Bevölkerung leben nicht in einer gesunden Umgebung, die heutigen Standards entspricht.” Man geht davon aus, dass nach wie vor 80 Prozent der Großstädte schlechte Luft haben.

Dabei ist es nicht nur der sichtbare Smog, der gefährlich ist, sondern auch die langfristigen Auswirkungen der Mikropartikel die man einatmest. Besonders ins Visier sind jene der Klasse PM 2.5 die so klein sind, dass sie auch ins Blut übergehen können. Hier weiß man noch nicht ausreichend, welchen Schaden diese anrichten können, geht aber davon aus, dass dadurch auch Krebs entstehen kann.

Und nicht nur wir Menschen sind betroffen. Hohe Stickstoffkonzentrationen, so die EU-Umweltschützer, schaden zunehmend der Pflanzenwelt.