Während in Afrika der Elefant schon wegen seiner Größe kaum fürchten muss, dass sich ein Mensch versucht sich auf ihn zu setzen, sind die grauen Riesen in Asien noch immer als Reittiere beliebt. Gerade in Thailand ist das Elefantenreiten eine beliebte Attraktion für Touristen. Das könnte sich aber ändern: Immer mehr Berichte über grausame Methoden, um die Elefanten zahm zu machen, werden von Tierschützern, aber auch Wissenschaftlern verbreitet.

Ein Video von einem Babyelefanten der mit Schlägen traktiert wurde, machte die Runde in sozialen Netzwerken und zeigt deutlich, dass die Trainingsmethoden weit von einem Elefantenflüsterer entfernt sind. Kampagnen der großen Tierschutzorganisationen raten mittlerweile von einem Ritt ab. Selbst Reiseunternehmen nehmen die Elefantencamps aus dem Programm, wenn dort Ritte angeboten werden.

Das Problem der asiatischen Elefanten ist aber nicht nur das Bereiten und das Zähmen, sondern vor allem fehlender Lebensraum für die wilden Tiere. In Laos, das sich selbst Land der Tausenden Elefanten nennt, ist die Zahl auch durch einheimische Wilderer drastisch gesunken, ebenso in Kambodscha und Vietnam.

Nur schwerlich kann Abhilfe geschaffen werden: Zu mächtig ist die Elefantenmafia, die gerade in südostasiatischen Ländern auch immer Rückendeckung vom Regierungsmitgliedern bekommt. Aktivisten hingegen werden mit Gefängnisstrafen bedroht.