Der Klimawandel macht den Skigebieten immer häufiger einen Strich durch die Rechnung: Ihre Hänge bleiben immer öfter schneefrei. Umso aggressiver sind die Bemühungen, mit Kunstschnee die Pisten befahrbar zu machen – sehr zum Nachteil der Umwelt.

Schon jetzt wird in Deutschland eine Fläche besprüht, die dem Bodensee entspricht. Der Wasserbedarf dafür ist gigantisch, er entsprecht dem Wasserverbrauch von München, die Energie bewegt sich im Bereich des Verbrauchs einer Stadt wie Nürnberg.

Noch schlimmer ist aber die Zeit, in der noch kein Schnee vorhanden ist. Die Posten müssen nämlich entsprechend präpariert sein, damit der Kanonenschnee besser kleben bleibt. Das macht ihre Oberfläche glatter, was im Sommer bedeutet , dass Wasser weniger gut versickert und schneller herunter rauscht – und dabei oft auch den ganze Hang mitnimmt.

Auch haben die Schneekanonen einen Einfluss auf die Vegetation: Haben sich die Pflanzen gerade damit abgefunden, das das Klima milder in den Höhen geworden wird, werden sie plötzlich mit Schnee beworfen.

Noch erwartet man keine großartigen Umweltveränderungen, von Schlamm- und Steinlawinen einmal abgesehen. Wahrscheinlich wird das irgendwann zu teuer werden, dem Wetter ein Schnippchen zu schlagen und die Uhr zurückzudrehen auf eine Zeit, als der Winter auf dem Almen noch ein weißer Winter war.