Man findet sie in Lasern und in Batterien von Elektroautos, in Mobiltelefonen und in Motoren von Windrädern: so genannte seltene Erden mit so merkwürdig unbekannten Namen wie Cer, Yttrium und Neodym. Dabei sind sie gar nicht so selten in der Erde zu finden, der Name kommt aus der Zeit als die Minerale, in denen man sie fand, eher selten gefunden wurden.

Was sie zum Problem macht, ist weniger die Seltenheit als der Abbau. Den derzeit werden 97 Prozent der Weltmenge in China abgebaut. Und die dortigen Bedingungen in den Minen sind alles andere als umweltgerecht. Die Bundesanstalt für Geowissenschaften geht davon aus, dass die Hälfte der Produktion Odin illegalen Betrieben geschieht. Das Ökoinstitut gibt zu bedenken, dass beim Auslösen der Metalle aus dem Schutt Schwermetalle , Arsen und Fluorverbindungen freigesetzt werden. Es sei zu bezweifeln, das diese ordentlich gefiltert werden. ebenfalls bedenklich ist, dass die Erde auch kleine Mengen an Uran und Thorium enthalten, die eigentlich nicht einfach in die Umwelt entsorgt werden sollen.

Gerade wegen der mit der Gewinnung verbundenen Umweltprobleme wurde die Produktion in Amerika und Europa eingestellt, zu teuer wäre es geworden, die Auflagen zu erfüllen. Das rächt sich jetzt, denn China beschränkt die Ausfuhr von seltenen Erden. Da aber der Markt immer neue Gadgets will, versucht man nun, aus Altgeräten die Metalle zu gewinnen. allerdings muss man erst einmal die richtigen Verfahren entwickelt. Der Markt ist groß: Alle im Jahr 2007 auf dem Markt befindlichen Elektrogeräte zusammen enthielten 440.000 Tonnen der so begehrten Metalloxide.

Bislang gibt es in Japan ein paar Versuche, alte Platinen einzuschmelzen. Bei Gold und Platin kann man bereits große Mengen recyceln. Bei den seltenen Erden zeigt sich, dass es ein Fehler war sich auf China zu verlassen.