Bundesbehörden warnen vor einem Anstieg der Boden- und Flächenversiegelung. In den Städten, so ein Bericht des Umweltbundesamtes, werde durch das Fehlen von Böden, in denen Regen versickern kann das Klima bereits verändert. Experten sprechen dabei vom Stadtklima, dass sich vor allem durch höhere Temperaturen als in Wäldern und Wiesen auszeichnet.

80 Hektar pro Tag

Etwa 46 Prozent der Siedlungs- und Verkehrsflächen sind versiegelt, also mit Beton oder Asphalt undurchlässig gemacht. Das Problem: Regen kann nicht mehr ausreichend versickern und den Grundwasserspiegel auffüllen und zwischen Boden und Oberfläche findet kein Gasaustausch mehr statt. Durchschnittlich werden in Deutschland pro Tag 80 Hektar unbebaute in bebaute Fläche umgewandelt. Zwar ist der Trend in den vergangenen Jahren etwas rückläufig, aber ob das Ziel von 30 Hektar im Jahr 2020 eingehalten werden kann, ist fraglich.

Versiegelung bedeutet nicht nur weniger Versickerung, es bedeutet auch weniger Grünflächen und Lebensraum für Insekten und Kleintiere. Und der Mensch ist auch noch dadurch betroffen, dass bei Unwettern die starken Regenmengen nicht mehr abfließen können. Übrigens können auch Tunnel eine Form der Versiegelung sein.

Abhilfe kann nur schaffen, ungenutzte versiegelte Flächen wieder zu entsiegeln sowie Flächen durchlässiger zu machen, beispielsweise mit Gittersteinen.