Die Vereinten Nationen haben 2010 eine Resolution verfasst, die verlangt, dass Menschen einen Zugang zu sauberem und trinkbaren Wasser haben. Die Resolution wurde mit großer Mehrheit angenommen. Doch wie die meisten Resolution ist auch diese nicht bindend, und es liegt an den einzelnen Staaten wie sie umgesetzt werden. Die USA und Kanada hatten sich zum Beispiel enthalten, Deutschland hatte allerdings dafür gestimmt.

Man geht davon aus, dass jährlich 1,5 Millionen Menschen sterben, weil sie verunreinigtes Wasser trinken. Gründe dafür sind vor allem in den Entwicklungsländern nicht entsorgter Müll, aus dem Schadstoffe ins Wasser gelangen, und das Fehlen von sanitären Einrichtungen.

Problemfaktor Landwirtschaft

Aber auch in Deutschland ist die Verunreinigung des Wassers ein Problem. Zwar ist das, was aus dem Wasserhahn kommt, von bester Qualität, aber der Weg dorthin ist lang – und teuer. Derzeit fördern Umweltschützer von den Koalitionsparteien. Das Thema Überdüngung in die Verhandlungen aufzunehmen. Denn die überdüngten Felder der Bauern geben zu viele Schadstoffe ab, die dann von Kläranlagen und Wasserwerken mit großen Aufwand herausgefiltert werden müssen.

Seit der Nestle-Chef Peter Brubeck erklärte, dass Wasser ein Gut sei wie jedes andere und einen Marktwert habe, ist die Diskussion wieder aufgekommen, welchen Stellenwert Wasser in der Gesellschaft habe. Ist das Wasser an sich ein Gut, dass allen gehört, also ein Gemeingut? Oder besteht nur ein Recht auf Zugang und Versorgung? Versuche in Manila zeigen, dass zum Beispiel die Privatisierung der Wasserversorgung Vorteile haben kann, die Qualität des Wassers ist entscheidend verbessert worden.

Städte verbrauchen am meisten

Problematisch wird es dort, wo Wasser knapp ist, und das sind oft die Großstädte. In Entwicklungsländern und Schwellenländern sind das aber auch die Brennpunkte der Armut, mit immer größer werdenden Kolonien von Wanderarbeitern, die vom Land in die Städte strömen, um Arbeit zu finden. In Bangladesch kostet ein Liter Wasser bereits 15 Cent, das ist mit den dortigen Einkommen fast nicht zu bezahlen. Hinzu kommt, dass Firmen wie Nestle sich die Rechte an Trinkwasser Quellen kaufen. Sie zapfen das Wasser ab und verkaufen es in Flaschen mit hohen Gewinnen zu Preisen, die sich die lokale Bevölkerung nicht mehr leisten kann. Und die Staaten und Provinzregierungen, die diese Deals machen, lassen sich gerne auch von den multinationalen Konzernen etwas Extrageld zuschustern.

Wie die meisten Menschenrechte werden gerade die Ärmsten der Armen dieses nicht einklagen können, und des wird Aufgabe der Weltgemeinschaft sein, dafür zu sorgen, dass alle Menschen angemessenen Zugang zu Trinkwasser haben.